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Insider-Tipps für einen günstigen und sicheren (Winter-)Urlaub in Istanbul

Die faszinierende Metropole im Herzen der Türkei ist eine geschichtsträchtige Stadt wie kaum eine andere.  Unzählige Sehenswürdigkeiten reihen sich dicht an dicht, während die kulinarischen Bazare das typisch orientalische Flair hervorbringen. Wer in Istanbul Urlaub macht, hat die Chance, seinen Aufenthalt mit einigen Tipps hinsichtlich Budgets so günstig und sicher wie möglich zu gestalten.

Vor der Einreise: Sicherheitshinweise beachten und Flug buchen

Entgegen der landläufigen Meinung ist die Türkei weiterhin ein beliebtes Urlaubsziel der Deutschen. Die Zahlen aus der Tourismusanalyse 2017 belegen diesen Fakt: Laut tourismusanalyse.de/zahlen/ entschlossen sich durchschnittlich 3,6 von 100 Touristen im letzten  Jahr dazu, ihren Haupturlaub in der Türkei zu verbringen.

Deutschen Staatsbürgern ist es bei der Vorlage eines unbegrenzt gültigen Personalausweises oder eines Reisepasses erlaubt, in die Türkei einzureisen. Alle Touristen dürfen sich laut aktuellen Informationen auf auswaertiges-amt.de/ mit einem ausgestellten Visum bis zu 90 Tage in der Türkei aufhalten. Das Auswärtige Amt empfiehlt den Touristen aufgrund der angespannten innenpolitischen Lage, größere Menschenansammlungen und öffentlichen Kundgebungen aller Art zu meiden.

Weiterhin ist es für Reisende wichtig, sich vorab über die passende Flugroute zu informieren. Zwar fanden die ersten Flüge zum und ab dem am 29 Oktober eröffneten neuen internationalen Flughafen Istanbul-Atatürk (IST) bereits statt, doch startet der Flugbetrieb mit einer minimalen Verzögerung. Nicht alle internationalen Airlines fliegen den neuen Flughafen zum jetzigen Zeitpunkt schon an. Für Privatreisende ist es daher sinnvoll, sich rechtzeitig vor dem geplanten Urlaub auf flug.idealo.de/flugroute zu den möglichen Abfahrtflughäfen und Ankunftszeiten zu informieren. Vom neuen Flughafen aus ist das Zentrum der Metropole bequem mit der Metrolinie M1 Richtung Aksaray erreichbar. Weiterhin bieten die örtlichen Taxis regelmäßige Fahrten zum Taksim-Platz an. Kostengünstiger fährt es sich mit den Shuttlebussen, die regelmäßig außer nachts im halbstündigen Takt zwischen Flughafen und Stadtzentrum verkehren.

Istanbuls Lage am  Bosporus macht die Stadt zu einer Schnittstelle zwischen zwei Kontinenten – Europa und Asien.
Istanbuls Lage am Bosporus macht die Stadt zu einer Schnittstelle zwischen zwei Kontinenten – Europa und Asien.

Ankunft in Istanbul: Günstig snacken und shoppen

Im Gegensatz zu anderen Reisezielen lässt sich in der Metropole Istanbul einiges an Geld sparen, was Essen und Getränke betrifft.  sat1.de/ratgeber/ zieht einen interessanten Preisvergleich und rechnet beispielhaft vor, wie die Touristen in Istanbul mit einem kleinen Geldbeutel einen erlebnisreichen Urlaub verbringen. Alle Fingerfoods und Snacks, die in den lokalen Straßenverkäufen erhältlich sind, kosten weniger Geld als in Deutschland – umgerechnet nur einen oder zwei Euro. Für eine richtige Mahlzeit müssen die Urlauber etwas tiefer in die Taschen greifen, doch können sie beispielsweise am Fischmarkt Geld sparen. Sie lassen den Fisch direkt im Restaurant zubereiten, kaufen ihn jedoch am Strand.

Wie ein Einheimischer erfolgreich auf dem Bazar verhandeln

In kaum einem anderen Land gibt es so viele Bazare und Märkte wie in der Türkei. Für Touristen ergibt dies die perfekte Gelegenheit, günstig das eine oder andere Schnäppchen nach Hause mitzunehmen. Zu welchem Preis das Souvenir den Besitzer wechselt, hängt mit dem Verhandlungsgeschick des Touristen zusammen. Um ein günstiges Schnäppchen zu erwirken, ist es hilfreich, einige Wörtchen Türkisch zu beherrschen.

Grundsätzlich schlägt jeder Händler im eigenen Ermessen einen Preis vor. Touristen, die echte Profis auf den Bazaren werden wollen, nehmen diesen Preis nicht an. Sie bieten die Hälfte der vorgeschlagenen Summe. Die Händler wiederum gehen auf dieses Angebot zumeist nicht ein, sodass sich beide Parteien irgendwo in der Mitte treffen. Es lohnt sich also durchaus, hartnäckig zu bleiben! Ein Händler verkauft seine Ware lieber zu einem niedrigeren Preis als gar nicht. Optionalerweise lässt sich zusätzlich zum Verkauf ein weiteres Extra aushandeln. Offene Lebensmittel oder Gemüse sind aber vom Handeln ausgeschlossen, da ihr Preis strikt vorgeschrieben ist.

Auf dem weltberühmten „Großen Bazar“ Istanbuls arbeiten mehr als 30.000 Verkäufer in über 4.000 Geschäften.
Auf dem weltberühmten „Großen Bazar“ Istanbuls arbeiten mehr als 30.000 Verkäufer in über 4.000 Geschäften.

Sicher durch Istanbul bewegen: Diese Benimmregeln sollten ausländische Touristen beachten

Der Islam beeinflusst nach wie vor im hohen Maße das tägliche Leben der Einheimischen in Istanbul. Reisende sind also gut beraten, bei ihrem Last Minute Urlaub in der Türkei einige Verhaltensregeln zu beachten.

Begrüßungen in der Türkei: Die Türken grüßen sich üblicherweise mit einem Handschlag. Gläubige Einheimische tendieren eher dazu, sich förmlich und zurückhaltend zu begrüßen. Zwar geht es in Istanbul etwas lockerer zu als in den traditionellen ländlichen Gegenden, allerdings ist dies für Touristen längst kein Freifahrtschein für ausufernde Begrüßungen der Einheimischen. Speziell den weiblichen Personen gegenüber sollten die Touristen zurückhaltend auftreten, wenngleich sie ihnen die Hand geben, wenn sie diese angeboten bekommen.

Baden am Strand: Im Winter oder Frühjahr entfällt der Badeurlaub am Strand, doch sollten Touristen saisonübergreifend über das türkische FKK-Verbot informiert sein. Das „Oben-ohne-Baden“ mag an manchen touristischen Stränden zähneknirschend geduldet sein, doch sollten Reisende ihr Glück diesbezüglich nicht herausfordern. Ein Verstoß gegen diese Regel hat bitterböse Folgen, die nicht absehbar sind. Im besten Fall ist mit einer hohen Geldstrafe zu rechnen, im Schlechtesten droht eine Haftstrafe, sofern der Reisende weiterhin negativ auffällt.

Einladungen in der Türkei: Die Türken laden fremde und ihnen sympathische Menschen gerne zu einer Tasse Tee zu sich nach Hause ein. Solch eine private Einladung lässt sich keineswegs mit den in Deutschland ausgesprochenen, „lockeren“ Besuchen vergleichen. Von einem Einheimischen eingeladen zu werden, stellt eine große Ehre dar. Aus diesem Grund ist es üblich, dem Gastgeber ein passendes Geschenk mitzubringen (besser weder Blumen noch Alkohol) und die Schuhe vor Betreten des türkischen Hauses auszuziehen.  Es gilt bei den Einheimischen als höflich, das servierte Essen und Trinken anzunehmen und es vollständig zu verzehren. Während dem Essen und mit fortschreitender Dauer des Abends ist es angeraten, im Schneidersitz Platz zu nehmen, ohne die Füße einer bestimmten Person zuzuwenden. In der Türkei gilt dies wie in anderen arabischen Ländern als höflich.

Istanbul im Winter: Günstiger City Trip mit interessanten Sehenswürdigkeiten

Auch wenn der Winter nicht unbedingt zum Sonnenbaden einlädt: Die Temperaturen in Istanbul sind angenehm warm. Sie fallen selbst im Januar selten unter null Grad, weshalb sich der Besuch der Stadt auch in der kalten Jahreszeit lohnt. Interessante Sehenswürdigkeiten gibt es in der Metropole zuhauf. Beginnend mit der 1.500 Jahre alten Kathedrale „Hagia Sophia“, in der heute ein Museum integriert ist, lässt sich die Erkundungstour in der „Blauen Moschee“ mit ihrer einzigartigen osmanischen Baukunst fortsetzen. Für Shoppingliebhaber lohnt es sich, einen Abstecher in das hippe Stadtviertel Beyoglu mit vielen Einkaufsstraßen zu unternehmen. Eine Rundfahrt quer über den Bosporus ist im Winter ein romantisches Ereignis, das Istanbul-Reisende nicht versäumen sollten. An der Galatabrücke brechen täglich Schiffe zu einer mehrstündigen Bootsfahrt auf.

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